Wie Unternehmen jetzt eine saubere Übergangsstrategie entwickeln: von Premium per Capacity zu Microsoft Fabric

Orientierung statt Aktionismus
Wenn eine Plattform wie Power BI Premium per Capacity abgelöst wird, reagieren viele Unternehmen reflexartig:
„Wir müssen sofort migrieren.“
„Wir brauchen neue Kapazitäten.“
„Wir müssen alles umstellen.“

Doch genau das führt zu Chaos, unnötigen Kosten und technischen Schulden.

Was Unternehmen jetzt brauchen, ist keine Hektik sondern eine klare, saubere Übergangsstrategie, die technische Realität, organisatorische Reife und Budgetplanung miteinander verbindet.

Ich zeige Dir hier die Vorgehensweise, die sich in der Praxis bewährt hat.
Sie ist strukturiert, realistisch und schützt Teams vor Überforderung.

1. Phase: Analyse – Verstehen, was wirklich da ist
Bevor irgendetwas migriert wird, braucht es Transparenz.
Viele BI‑Landschaften sind über Jahre gewachsen, oft ohne zentrale Steuerung.
Deshalb ist die Analysephase der wichtigste Schritt.

1.1 Inventarisierung aller Workloads

Workspaces

Reports

Datasets

Dataflows

Gateways

Pipelines

Automatisierungen

Benutzergruppen & Berechtigungen

Ziel: Ein vollständiges Bild der aktuellen BI‑Landschaft.

1.2 Kritikalität bewerten
Nicht jeder Workspace ist gleich wichtig.
Ich arbeite hier gern mit drei Stufen:

Business‑kritisch

Wichtig, aber nicht kritisch

Legacy / Low Impact

Ziel: Prioritäten für die Migration festlegen.

1.3 Workload‑Profil erstellen
Fabric‑Kapazitäten müssen auf realen Lasten basieren, nicht auf Bauchgefühl.
Dazu gehören:

Refresh‑Last

Query‑Last

Dataflow‑Last

Spitzenzeiten

Nutzerverhalten

Ziel: Kapazitätsbedarf realistisch einschätzen.

2. Phase: Architektur – Die Zukunft bewusst gestalten
Jetzt geht es darum, ein Zielbild zu definieren, das nicht nur technisch funktioniert, sondern auch organisatorisch tragfähig ist.

2.1 Zielarchitektur definieren
Fragen, die hier beantwortet werden müssen:

Welche Workloads gehören in welche Kapazität

Wie viele Kapazitäten braucht das Unternehmen

Wie wird Workload‑Isolation umgesetzt

Welche Daten gehören ins Lakehouse

Welche bleiben in Datasets

Wie sieht der Deployment‑Prozess aus

Wie wird OneLake genutzt

Ziel: Ein Architektur‑Blueprint, der 3–5 Jahre trägt.

2.2 Governance aktualisieren
Fabric bringt neue Rollen, neue Risiken und neue Möglichkeiten.

Wichtige Elemente:

Rollen & Berechtigungen

Workspace‑Standards

Naming‑Konventionen

Deployment‑Pipelines

Data‑Lifecycle‑Management

Monitoring & Alerting

Kostenkontrolle

Ziel: Ein Governance‑Modell, das Stabilität schafft.

2.3 Kostenmodell neu denken
Fabric ist flexibler aber auch komplexer.

Wichtig sind:

Kapazitätsgrössen

Workload‑Platzierung

Forecasting

Budgetverantwortung

Skalierungsregeln

Ziel: Kostenkontrolle statt Überraschungen.

3. Phase: Migration – Schritt für Schritt, nicht alles auf einmal
Jetzt beginnt die eigentliche Umsetzung – aber bewusst, kontrolliert und priorisiert.

3.1 Pilot‑Workspaces auswählen
Ich empfehle:

1 Workspace mit reduzierter Komplexität und hohem Business Value

1 Workspace für nutzbringenden MVP

Ziel: Erfahrungen sammeln, bevor die breite Migration startet.

3.2 Kapazitäten bereitstellen

Fabric‑Kapazitäten einrichten

Workload‑Isolation konfigurieren

Monitoring aktivieren

Governance anwenden

Ziel: Ein stabiles Fundament für die Migration.

3.3 Migration durchführen

Workspaces verschieben

Refresh‑Prozesse prüfen

Dataflows testen

Berechtigungen kontrollieren

Performance optimieren

Ziel: Saubere, kontrollierte Übergänge ohne Ausfälle.

3.4 Teams begleiten
Fabric ist ein Paradigmenwechsel.
Teams brauchen:

Schulungen

Guidelines

Best Practices

Architektur‑Sessions

Q&A‑Formate

Coaching

Ziel: Kompetenz statt Überforderung.

4. Phase: Stabilisierung: Die neue Normalität etablieren
Nach der Migration beginnt die Phase, die oft vergessen wird.

4.1 Monitoring & Optimierung

Kapazitätsauslastung

Workload‑Verhalten

Refresh‑Performance

Kostenentwicklung

Governance‑Compliance

Ziel: Stabilität und Effizienz sicherstellen.

4.2 Kontinuierliche Verbesserung
Fabric entwickelt sich schnell.
Unternehmen sollten:

Regelmässig Architektur‑Reviews durchführen

Neue Features evaluieren

Governance anpassen

Kosten optimieren

Teams weiterbilden

Ziel: Eine Data Platform, die mit dem Unternehmen wächst.

Mein Fazit: Eine gute Übergangsstrategie ist kein Luxus, sie ist ein Risikoschutz.
Die Ablösung von Power BI Premium per Capacity ist nicht optional.
Aber sie ist auch kein Grund zur Panik.

Mit einer klaren, strukturierten Übergangsstrategie wird die Migration zu Fabric:

planbar

kontrollierbar

kosteneffizient

technisch sauber

organisatorisch tragfähig

Und genau hier unterstütze ich Euch:
Mit Erfahrung, Klarheit und einer Roadmap, die Teams stärkt statt überfordert.

let's do it! Die Ablösung von Power BI Premium per Capacity
Die Ablösung von Power BI Premium per Capacity